Tierseuchenkasse Baden-Württemberg
Navigationoben
 
Startseite
 
Information
 
Melde- u. Beitragspflicht
 
Leistungen
 
Tiergesundheitsdienst
 
Tierseuchen
 
Online Melden
 
Download
 
Unbenannte Seite
Aktuelles Impressum Sitemap
Tiergesundheitsdienst
Beratung
 
Tätigkeiten
- Pferde
- Rinder
- Euter
- Schweine
- Schafherden
- Geflügel
- Bienen
- Fische
 
Standorte

Der Rindergesundheitsdienst Tierseuchenkasse Baden-Württemberg


- Informationen -


Aufgaben des Rindergesundheitsdienstes

Diagnostik und Sanierung folgender Bestandsprobleme:
·
Fruchtbarkeitsstörungen
·
Kälber- und Aufzuchterkrankungen
·
Atemwegserkrankungen
·
Klauenerkrankungen
·
Stoffwechselstörungen
·
Spezifische Infektionskrankheiten
Erhebungen im Stall
Stallverhältnisse: Stand-, Liegeplatzgestaltung
Anzahl Freß-, Liegeplätze
Tränke-, Fütterungssysteme
Entmistungssystem
Lichtverhältnisse
Klima
Fütterung: Sinnfällige Futtermittelbeurteilung
MLP-Daten-Auswertung
Rationsberechnung
Besichtigung der Herde Pflegezustand
Ernährungszustand
Verhalten
Technopathien
Verletzungen
Einzeltier- Untersuchung Geschlechtsorgane
Atmungsapparat
Gliedmaßen
Stoffwechsel
Laboruntersuchungen

Blutproben zur serologischen Diagnostik
von Infektionen BVD/MD, Q-Fieber
Chlamydien, BHV1 u.a.
Blutproben zur biochemischen Diagnostik
Leber-Enzyme, Ketonkörper,

Harnstoff

Mineralstoffe, Spurenelemente
ß-Carotin
Uterusschleim zur bakt. Untersuchung
Harnproben zur Natrium- und Kalium- Untersuchung
Tankmilchprobe zur serologischen Diagnostik von BVD/MD (Herdenstatus)
Futterproben zum Nachweis von Schädlingen und Toxinen zur Qualitätsbeurteilung

Wirtschaftliche Bedeutung der Fruchtbarkeit

Ziel:


Ein gesundes Kalb pro Kuh und Jahr bei langer Nutzungsdauer und hoher Lebensleistung

Realität:

Durchschnittliche Nutzungsdauer von 3 - 4 Laktationen

Optimale Wirtschaftlichkeit erst nach der 5. Laktation

Hauptgrund für kurze Nutzungsdauer:

Hohe Abgangsrate wegen Unfruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit einer Herde ist abhängig von:

-
dem Fruchtbarkeitsmanagement
Geburtshygiene
Brunstbeobachtung
Belegungszeitpunkt
-
der Fütterung
Leistungsgerechte Fütterung
Werbung und Konservierung des Futters
-
der Haltung

Ursachen von Kälberverlusten

Perinatal, d.h.: 14 Tage vor bis 24 Std. nach der Geburt

Überfütterung des Muttertieres

Ungeduld bei der Geburtshilfe (zu frühes Eingreifen)

Verletzungen während der Geburt (verstärkter Zug)

Verzögerte Geburt (Wehenschwäche)

Postnatal, d.h.: 24 Std. bis 28 Tage nach der Geburt

·
Durchfallerkrankungen in den ersten 2 Wochen
·
Grippeerkrankungen ab der 2. Woche
·
Trink- und lebensschwache Kälber aufgrund von Infektionen und Fehlversorgung der Muttertiere

Versorgung des Kalbes nach der Geburt

·
Schleim aus Maul und Nase herausstreichen
·
Nabel desinfizieren
·
2 Mio. IE Vit. A eingeben (bes. bei Winter und Frühjahrskälbern)
·
Biestmilch so früh und so viel wie möglich
Mind. 1 ltr innerhalb 3 Std.
Weitere 1-2 ltr bis zur 12. Std.
Eingabe per Sonde, nur wenn das Kalb nach 4 Std. noch nicht selbstständig trinkt

Die häufigsten Klauenerkrankungen


·
Sohlengeschwür
·
Kronsaumentzündung (Panaritium)
·
Lose Wand
·
Ballenfäule
·
Mortellaro (Dermatitis digitalis)
·
Abriß des Hornschuhs
·
Limax (Zwischenklauengeschwulst)
Fütterungsfehler mit Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Stoffwechselgesundheit

Rationsgestaltung:
*
Überversorgung in der Trockenstehzeit mit Energie und Kalzium
*
Proteinüberschuß in der Startphase bei absolutem Energiemangel
*
Mangel an strukturierter Rohfaser und zu hohem Anteil leicht verdaulicher Kohlenhydrate
Fütterungstechnik:
#
Fehlende An- oder Vorbereitungsfütterung
#
Zu kurze Freßzeiten
#
Zu große Kraftfuttermengen pro Mahlzeit (Pansenübersäuerung)
   
#
Ungenügende Tränkewasserversorgung